Sehanalyse

Der Sehtest für das ganzheitliche Sehen:

Die Sehanalyse oder auch optometrisches Screening genannt ist ein Sehtest, bei dem mehr gemessen wird als nur Sehstärken für eine neue Brille oder Kontaktlinsen wie in der normalen Augenoptik.
Optometrie bedeutet aus dem Griechischen übersetzt „Auge vermessen“ und screenen „sieben bzw. aussieben“.
Es dient dazu Auffälligkeiten an den Augen oder am visuellen System herauszufiltern, ist aber nicht zu Vergleichen mit der augenärztlichen Vorsorgeuntersuchung.

Viele Menschen gehen heute direkt zum Optiker, wenn sie das Gefühl haben schlechter zu sehen. Verhelfen neue Sehstärken dann wieder zu einem besseren Sehen, wird i.d.R. auch eine Brille angefertigt und man geht davon aus, dass sonst alles in Ordnung ist.
Da Veränderungen der Sehstärken auch durch pathologische Faktoren zustande kommen können, würde man u.U. wertvolle Zeit bis zur nächsten ärztlichen Vorsorge verlieren.
Mit Hilfe verschiedener Screening-Teste kann der geschulte Optometrist wesentlich besser beurteilen, ob nicht vor der Anfertigung einer Brille vorab ein Arztbesuch anzuraten ist. Dies kann die Früherkennung einer Erkrankung fördern, und somit wertvolle Zeit einer Behandlung durch den Arzt gewonnen werden.

Was kostet eine Sehanalyse und was wird alles gemessen?

Die komplette Sehanalyse dauert i.d.R. ca. 90 Minuten. Hinzu kommt noch die Auswertung sowie ein separater Termin zur Besprechung. Dafür berechen wir 119,- Euro, wobei beim anschließenden Kauf einer Brille innerhalb von 3 Monaten wieder 29,- Euro verrechnet werden. Natürlich bieten wir auch günstigere Teil-Screenings an. Gerne beraten wir Sie.

Je nach Anamnese kommen folgende Messungen zum Einsatz:

  • Aberrometrie (Abbildungsfehler des Auges):
    misst ob die Abbildungsqualität durch die optischen Medien (Tränenfilm, Hornhaut, Augenlinse) z.b. durch Trübungen oder Unregelmäßigkeiten beeinträchtigt wird
  • Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks):
    Verhältnis zwischen Produktion und Abfluss des Kammerwassers in den Augenkammern (Teil des Glaukomscreenings)
  • Pachymetrie (Messung der Hornhautdicke):
    hat Einfluss auf die Genauigkeit der Augeninnendruckmessung
  • Kammerwinkel (Abfluss des Kammerwassers) u. Kammertiefe:
    Beurteilung der Größe mittels Scheimpflugbild
  • Perimetrie (Gesichtsfeldmessung):
    prüft stichpunktartig die Lichtempfindlichkeit auf der Netzhaut um Gesichtsfeldausfälle zu erkennen (Teil des Glaukomscreenings)
  • Funduskopie (Photographie des Augenhintergunds):
    Inspektion der Netzhaut mit Makula, Sehnerv u. Blutgefäße
    Messung des Sehnervenverhältnisses (Teil des Glaukom-Screenings)
  • Spaltlampenmikroskopie des vorderen Augenabschnitts:
    Inspektion von Augenlider mit Wimpern, Bindehaut, Hornhaut, Augenlinse und Tränenfilm
  • Augenfunktionen
    Prüfung von Motorik (Augenbewegungen), Pupillenfunktion, Akkommodation und Binokularsehen (beidäugiges Sehen)
  • Kontrastsehen
    Prüfung der Sehleistung bei niedrigen Kontrasten (bei normalem Sehtest wird nur mit hohem Kontrast geprüft)
  • Topometrie
    Messung der Hornhaut-Oberfläche
  • Farbsehen
  • Blendungsempfindlichkeit

Die Auswahl der Test richtet sich in erster Linie nach einer ausführlichen Anamnese.
Daher kann sich das Screening von Person zu Person je nach Schwerpunkt unterscheiden.

Sehanalyse ersetzt nicht die Vorsorge beim Augenarzt!

Unsere Sehanalyse ist nicht gleichzusetzen mit der Augengesundheitsvorsorge beim Augenarzt, denn es kommen z.T. andere Messungen zum Einsatz. Des weiteren können unauffällige Messwerte einen krankhaften Befund nie ganz ausschließen! Dennoch kann man mit der Sehanalyse wesentlich besser abschätzen ob nicht vor der Anfertigung einer neuen Sehhilfe ein rascher Besuch beim Augenarzt notwendig ist, als beim klassischen augenoptischen Sehtest!
Manchmal kommt es auch vor, dass Kunden trotz bester Augengesundheit und optimalen Sehstärken weiterhin unter visuellen Problemen wie z.b. trockene oder brennende Augen, rasches Ermüden beim Lesen, Blendungsempfindlichkeit oder Kopfschmerzen leiden.
Hier kann man mit Hilfe einer funktionaloptometrischen Messreihe gezielt nach Störungen im visuellen System suchen und versuchen sie zu optimieren.

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