Optometrisches Screening

Der Sehtest für das ganzheitliche Sehen:

Optometrisches Screening ist ein Sehtest, bei dem mehr gemessen wird als nur Sehstärken für eine neue Brille oder Kontaktlinsen wie in der klassischen Augenoptik.
Optometrie bedeutet aus dem Griechischen übersetzt „Auge vermessen“ und screenen „sieben bzw. aussieben“.
Es dient also dazu Auffälligkeiten an den Augen oder am visuellen System herauszufiltern.
Viele Menschen gehen heute direkt zum Optiker, wenn sie das Gefühl haben schlechter zu sehen. Verhelfen neue Sehstärken dann wieder zu einem besseren Sehen, wird dann i.d.R. auch eine Brille angefertigt und man geht davon aus, dass sonst alles in Ordnung ist.
Da eine Veränderung der Sehstärken aber auch durch pathologische Faktoren zustande gekommen sein kann, würde man u.U. wertvolle Zeit bis zur nächsten ärztlichen Vorsorge verlieren.
Mit Hilfe der Screening-Teste kann der geschulte Optometrist wesentlich besser beurteilen, ob nicht vor der Anfertigung ein Arztbesuch anzuraten ist. Dies kann die Früherkennung einer Erkrankung fördern, und somit wertvolle Zeit einer Behandlung durch den Arzt gewonnen werden.

Was kann beim Screening alles geprüft werden?

  • Aberrometrie (Abbildungsfehler des Auges):
    misst ob die Abbildungsqualität durch die optischen Medien (Tränenfilm, Hornhaut, Augenlinse) z.b. durch Trübungen oder Unregelmäßigkeiten beeinträchtigt wird
  • Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks):
    Verhältnis zwischen Produktion und Abfluss des Kammerwassers in den Augenkammern (Teil des Glaukomscreenings)
  • Pachymetrie (Messung der Hornhautdicke):
    hat Einfluss auf die Genauigkeit der Augeninnendruckmessung
  • Kammerwinkel (Abfluss des Kammerwassers) u. Kammertiefe:
    Beurteilung der Größe mittels Scheimpflugbild
  • Perimetrie (Gesichtsfeldmessung):
    prüft stichpunktartig die Lichtempfindlichkeit auf der Netzhaut um Gesichtsfeldausfälle zu erkennen (Teil des Glaukomscreenings)
  • Funduskopie (Photographie des Augenhintergunds):
    Inspektion der Netzhaut mit Makula, Sehnerv u. Blutgefäße
    Messung des Sehnervenverhältnisses (Teil des Glaukom-Screenings)
  • Spaltlampenmikroskopie des vorderen Augenabschnitts:
    Inspektion von Augenlider mit Wimpern, Bindehaut, Hornhaut, Augenlinse und Tränenfilm
  • Augenfunktionen
    Prüfung von Motorik (Augenbewegungen), Pupillenfunktion, Akkommodation und Binokularsehen (beidäugiges Sehen)
  • Kontrastsehen
    Prüfung der Sehleistung bei niedrigen Kontrasten (bei normalem Sehtest wird nur mit hohem Kontrast geprüft)
  • Topometrie
    Messung der Hornhaut-Oberfläche
  • Farbsehen

Welche Teste genau zum Einsatz kommen richtet sich in erster Linie nach einer ausführlichen Anamnese.
Daher kann sich das Screening von Person zu Person je nach Schwerpunkt unterscheiden.
Falls Sie einen Termin telefonisch vereinbaren, können Sie bereits hier einen vorläufigen Anamnesebogen herunterladen und ihn ausgefüllt mitbringen.

Optometrisches Screening ist jedoch kein Ersatz für die ärztliche Vorsorge!

Beim optometrischen Screening kommen überwiegend technische Messverfahren, vergleichbar wie in etwa mit dem Blutdruck- oder Blutzuckermessen in der Apotheke zum Einsatz.
Da unauffällige Messwerte einen krankhaften Befund nie ganz ausschließen können, kann es die regelmäßige ärztliche Vorsorge auch nicht ersetzten!
Es ist aber im Rahmen eines Sehtestes sinnvoll, wenn man schon lange nicht mehr beim Augenarzt war, oder der nächster Vorsorgetermin noch in weiter Ferne liegt. Zur Bestätigung oder als Zweitmeinung einer ärztlich diagnostizierten Erkrankung ist es ungeeignet!
Manchmal kommt es auch vor, dass Kunden trotz bester Augengesundheit und optimalen Sehstärken weiterhin unter visuellen Problemen wie z.b. trockene oder brennende Augen, rasches Ermüden beim Lesen, Blendungsempfindlichkeit oder Kopfschmerzen leiden.
Hier kann man mit Hilfe einer funktionaloptometrischen Messreihe gezielt nach Störungen im visuellen System suchen und versuchen sie zu optimieren.

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