Makula-Screening

Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut und den meisten von uns bekannt durch die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), der häufigsten Erblindungsursache in der westlichen Welt.
Da sich in der Makula auch der Ort des schärfsten Sehens befindet, hat eine Schädigung besonders fatale Folgen: Lesen, Fernsehen oder Autofahren ist dann nicht mehr möglich!
Durch den verlangsamten Stoffwechsel im Alter können sich Abbauprodukte der Sehzellen in der Netzhaut anreichern und durch ernergiereiches blaues Licht in sogenannte toxische freie Radikale aufgespaltet werden, was wiederum nachhaltig der Makula schadet.
Blaues Licht wird v.a. vom Sonnenlicht, aber auch immer mehr von LED Lampen, Handys, Tablets oder Computer-Monitoren ausgestrahlt.
Um das blaue Licht abzuwehren hat der menschliche Körper einen eigenen und wirkungsvollen Schutz aufgebaut, die Makulapigmente!
Sie befinden sich vor der Makula und schützen sie vor den schädlichen Auswirkungen des blauen Lichts.
Allerdings kann sich das Volumen der Makulapigmente bereits ab dem jungen Erwachsenenalter v.a. auf Grund falscher Ernährung verringern. Dies kann sich auch durch eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit sowie ein schlechteres Kontrast- bzw. Dämmerungssehen zeigen.

Kann man die Schutzfunktion der Makulapigmente messen?

Ja, im Rahmen unseres Makula-Screening benutzen wir dazu mit dem MP-eye auch ein neuartiges Instrument zur subjektiven Makulapigmentmessung und damit der Schutzfunktion der Makula. Dies ist eine der wenigen Messmethoden, die das Risiko an einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, schnell und effektiv erkennen kann, noch bevor die ersten Symptome auftreten.

MP-eye zur subjektiven Makulapigmentmessung
In welchen Bereichen wird das MP-eye eingesetzt?
  • Messung der Schutzfunktion der Makula v.a. in mittlerem und höherem Lebensalter
  • Früherkennung des AMD-Risikos
  • Erfolgskontrolle bei der Einnahme von Nahrungsergänzung mit Lutein
  • bei hoher Blendungsempfindlichkeit und/oder schlechtem Kontrast- oder Dämmerungssehen
  • wenn bei Vorfahren 1. Grades eine AMD bekannt ist
  • bei häufiger Bildschirm-Tätigkeit
  • bei Personen die viel Zeit unter Sonnenlicht verbringen
  • bei Rauchern
  • bei unausgewogener Ernährung mit wenig Obst und Gemüse
  • Sportler, die präzieser sehen möchten

Was wird bei einem Makula-Screening alles gemacht?

Sehstärken

Augenoptischer Sehtest mit Bestimmung der individuellen Sehstärken (Refraktion) für eine neue Sehhilfe zur Korrektur der Fehlsichtigkeit.

Sehleistung

Prüfung der maximalen Sehleistung. Nur im Zentrum der Makula haben wir auch die höchste Sehschärfe.

Funduskopie

Photographie des Augenhintergundes. Damit lassen sich Ablagerungen und Veränderungen im Bereich der Makula erkennen

Gesichtsfeld

Beurteilung des zentralen Gesichtsfeldes mit dem Amstlergitter-Test.

Makulapigment

Makulapigmente schützen die zentrale Netzhaut (Makula) wie eine innere Sonnenbrille. Wie gut dieser Schutz in Ihnen Augen noch vorhanden ist können wir mit Hilfe der Messung des Makula-Pigment-Volumens bestimmen.

OCT

Die optische Kohärenz-Tomographie ist eine Schichtaufnahme der Netzhaut ähnlich eines Computertomograms (CT). Sie dient der Früherkennung von Augenerkrankungen wie z.b. dem grünen Star oder der Makula-Degeneration.

Gibt es Möglichkeiten den Makulaschutz zu verbessern?

Ja, zum einen kann man mit Nahrungsergänzungsmitteln das Makulapigmentvolumen wieder aufbauen und unser Auge vor zellschädigenden freien Radikalen schützen, zum anderen aber auch den schädlichen Anteil des blauen Lichtes mit Blaulicht- bzw. Kantenfiltern herausfiltern.

Nahrungsergänzung:

Bei einem niedrigen Makulapigmentvolumen sollte das Ziel immer der Wiederaufbau sein. So kann die Umstellung der Ernährung mit sehr viel grünem Gemüse oder die zusätzliche Nahrungsergänzung mit 10-20 mg Lutein pro Tag sinnvoll sein. Das MP-eye Gerät zur subjektiven Makulapigmentmessung dient hier als Erfolgskontrolle.

Brillengläser mit transparentem Blaulichtfilter:

Diese Gläser absorbieren 90% des blauen Lichts mit Wellenlängen bis zu 420 nm und greifen somit nicht in den Tag/Nacht-Rhythmus ein. Allerdings reicht der schädliche Anteil des blauen Lichts bis auf 470 nm und hat den höchste Peak bei etwa 435 nm. Demnach filtern sie etwa 1/3 des schädlichen blauen Lichts. Je nach Gegebenheit reicht dieser Schutz also nicht immer aus um die Augen genügend zu schützen. Deswegen empfehlen wir vor dem Kauf solchen Gläser immer unsere Sehanalyse oder das Makula-Screening.

Medizinische Kantenfilter:

Hier ist der Makula-Schutz deutlich höher. Allerdings haben diese Brillengläser andere Nachteile. Die Gläser besitzen immer eine gelbliche Tönung, da Gelb die Komplementärfarbe zu Blau ist. Darunter leidet natürlich die Ästhetik. Nur als Sonnenschutzbrille in Kombination mit einer 85% braunen Tönung fällt das Gelb so gut wie nicht auf. Des weiteren können Kantenfilter je nachdem bei welcher Wellenlänge die Kante liegt, den Schaft/Wach-Rhythmus beeinflussen und die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen. D.h. ab einer bestimmten Kante dürfen Sie dann mit diesen Gläser nicht mehr Autofahren.

Kantenfilterbrille mit Seitenschutz

Weitere Informationen zum Thema Augenschutz finden Sie hier:

Was kostet ein Makula-Screening?

Für den Sehcheck Makula veranschlagen wir ca. 90 Minuten i.d.R. verteilt auf 2 Termine incl. Messung der Sehstärken für eine neue Brille.

Optometrische Dienstleistungen werden im Gegensatz zu einem augenoptischen Sehtest nicht in Brillenfassungen oder Brillengläser einkalkuliert. Der Sehcheck Makula kostet 98,- EUR.
Beim Kauf einer Brille innerhalb von 3 Monaten werden 29,- EUR verrechnet.

Optional Telemedizin:
Begutachtung des Netzhautbildes durch einen Augenarzt mit anschließender Risikoanalyse zum Sonderpreis von € 30,-

Optometrische Screenings sind kein Ersatz für die Vorsorge beim Augenarzt!

Unauffällige Messwerte beim Screening können einen krankhaften Befund nicht ausschließen! Zudem kommen beim Augenarzt z.T. andere bzw. weitere Untersuchungen zum Einsatz. Mit Hilfe des Screenings wird lediglich abgeschätzt, ob nicht vor der Anfertigung einer neuen Sehhilfe ein rascher Besuch beim Augenarzt ratsam ist. Beim einem Screening werden weder Diagnosen noch Ausschlussdiagnosen gestellt, es wird höchstens ein Verdacht erhoben. Auch ist es nicht dazu geeignet, eine ärztlich diagnostizierte Erkrankung als Zweitmeinung zu bestätigen.
Verweigern Sie niemals eine Untersuchung beim Augenarzt (z.b. die Augeninnendruck-Messung) mit dem Argument, dass dies schon bei uns gemacht wurde. Gerade der Augeninnendruck sollte sowieso mehrmals gemessen werden, da es sich immer nur um eine Momentaufnahme handelt!

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